Manchmal ist es ein wenig wie Tetris spielen – nur mit mehr Faktoren, die man berücksichtigen muss
Interview mit Johannes Fels, Logistik/Projektplanung
In den heißen Monaten des Eventjahres heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und Lösungen zu finden. Projekte müssen geplant, Touren eingeteilt und die Disposition von Auf- und Abbauten organisiert werden. Unvorhergesehene Herausforderungen können dabei immer kurzfristig auftreten. Kein Problem für Johannes von Party Rent Stuttgart, der sich bei uns genau darum kümmert.
Johannes, was genau machst du bei uns?
Ich bin in erster Linie für die Planung von Projekten und die Disposition der Auf- und Abbauten verantwortlich. Außerdem kümmere ich mich um die Tourenplanung, Faktur und übernehme verschiedene weitere Aufgaben, die im Rahmen von Projekten anfallen.
Wie sieht denn dein typischer Arbeitsalltag aus?
Für gewöhnlich erledige ich zunächst den Papierkram. Ich kontrolliere die Rechnungen und fakturiere die Gutschriften und Wiederbeschaffungen. Wenn keine besonderen Termine anstehen, beginne ich dann mit der Planung der Projekte und der Koordination unserer Dienstleister. Zwischendurch kommen immer wieder Anfragen aus dem Vertrieb, die dann meist sehr kurzfristig bearbeitet werden. Wenn es bei einer Anlieferung oder Abholung oder einem Auf- oder Abbau mal zu unvorhergesehenen Herausforderungen kommt, dann muss ich sofort reagieren und eine Lösung finden. Meine alltäglichen Aufgaben bleiben dann eben so lange liegen, bis alles zur Zufriedenheit unseres Kunden gelöst wurde.
Das heißt, du muss oft ad hoc auf äußere Umstände reagieren?
Ja, das gehört zu meinem Job. Vor allem in der Hauptsaison kann es durchaus sein, dass man mehrmals am Tag unerwartete Situationen meistern muss. Da muss ich dann schnell handeln und funktionieren. Dann gibt es aber auch wieder mal tagelang keine besonderen Zwischenfälle und alles geht glatt. Wie so oft im Leben, kommt ja immer gerne alles auf einmal. Planen kann man das nie. In der Nebensaison läuft es dann häufig nach dem Motto: „Unverhofft kommt oft.“ Dann, wenn man am wenigsten damit rechnet, passiert plötzlich etwas total Unvorhergesehenes. Das ist herausfordernd, aber auch total spannend.
Du magst es also, Herausforderungen zu meistern?
Absolut. Mein Job ist sehr abwechslungsreich. Jeder Tag bringt neue Aufgaben mit sich und so etwas wie einen geregelten Alltag gibt es eigentlich nur während der etwas ruhigeren Monate.
Welche Eigenschaften muss man in deinem Job denn mitbringen?
Es ist wichtig, logisches Denken zu beherrschen, aber gleichzeitig auch mal „out of the box“ denken zu können. Manchmal ist es ein wenig wie Tetris spielen – nur mit mehr Faktoren, die man berücksichtigen muss. Dabei gibt es oft nicht die eine richtige Lösung. Da wir bei Party Rent einen großen Handlungsfreiraum haben, ist es wichtig, selbstständig und strukturiert zu arbeiten. Stressresistenz ist gerade in der Hauptsaison stark gefragt. Wenn ein Problem auftaucht, muss man ruhig bleiben, nach einer schnellen Lösung suchen und diese dann zielstrebig umsetzen.
Gibt es eine Veranstaltung, die euer Team vor besondere Herausforderungen gestellt hat?
Wir hatten einen Kunden, der innerhalb kürzester Zeit einen sehr aufwendigen Umbau wünschte. Eine große Anzahl an Brückentischen musste über eine lange Strecke transportiert werden. Das hat die Aufgabe besonders schwer gemacht. Wir haben extra für diesen Umbau eine eigene Konstruktion entwickelt, auf der wir die knapp 100 Brückentische im aufgebauten Zustand von A nach B schieben konnten. Eines dieser Wägelchen ist schon beim Umbau zerbrochen; der Rest hat zum Glück die gesamte Veranstaltung durchgestanden. Das Event unseres Kunden war – auch dank unserer unkonventionellen Lösung – ein voller Erfolg. So ein Erfolgserlebnis ist immer toll und schweißt zusammen.
Was machst du in deiner Freizeit, um auch mal abzuschalten?
In meiner Freizeit gehören Musik und Festivals auf jeden Fall dazu. Um einen Ausgleich zum Büroalltag zu bekommen, gehe ich Bouldern und zum Fitness-Boxen. Zu Hause bastele ich gerne an meinen Warhammer-Miniaturen, netflixe oder zocke ein wenig am PC. Ein paar Mal im Jahr gehe ich für ein paar Tage auf Mittelaltermärkte und lagere dort: Einfach mal das Handy abstellen und im Moment leben – ein super Ausgleich zum stressigen Alltag!
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